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Die Zeittafel (1) ab 1000
von Werner Immisch †

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um
1000
soll nach Schätzungen des Baurates Mothes aus Zwickau der Unterbau der Kirche in Seelingstädt entstanden sein.

1230
25. Juni
bestätigt Pabst Gregor IX. dem Kloster Mildenfurt (bei Wünschendorf gelegen) alle Besitzungen und Zehnten in parochiam in Kolmitzsch cum omnibus pertinenciis suis possesiones quas habetis in Gernsdorf, Seligenstadt, Luppelsdorf, Trachindorf, Rulandistorf, Cvirchen, Viride, Römersgrün. (1. urkundliche Erwähnung, in der Chursdorf nicht erscheint)

1271 große Teuerung im Lande, die viele dahinrafft

1280 wohlfeile Zeit: 1 Scheffel Korn kostet 4 Gr. / 1 Hahn kostet 2 Pfennige

1358
wird im "Vogtländischen Krieg" die Gegend von Werdau schwer heimgesucht

1379
wird ein Herr zu Chursdorf genannt (Schmidt II,252)

1430
das heute noch vorhandene gotische Maßwerkfenster wird in den Turm der Seelingstädter Kirche eingebaut

1433
das sogenannte "Heintizgut" in Rückersdorf wird ein Lehnsgut der Kirche Seelingstädt

1436
nach Hahns "Chronik von Gera" fand zwischen Berga, Greiz und Werdau eine große Jagd statt, die Herzog Siegismund veranstaltete. Es beteiligten sich daran "7 Fürsten, 19 Grafen, 47 Reiter, 212 Herren und als Treiber 5412 Bauern. Es wurden erlegt 109 Hirsche, 58 Rehe, 44 Wildschweine, 7 wilde Katzen, 14 Wiesel, 27 Füchse, 18 Dachse, 9 Marder, 2 Biber, 13 Wölfe und ein Luchs"

1445
der Ortsname lautet Selginstat

1463
großes Sterben in unserer Gegend

1485
ist in unserer Gegend die Frühjahrsbestellung schon zu Weihnachten erledigt

1502
gehören Chursdorf zum Ober- und Untergericht Werdau, Seelingstädt zu Zwickau

1525
Bauern beider Dörfer beteiligen sich am "Großen Deutschen Bauernkrieg"

1533
Seelingstädt und Chursdorf werden evangelisch

1547
Seelingstädt und Chursdorf wechseln vom ernestinischen zum albertinischen Sachsen

1554
Beschweren sich die Werdauer Amtsdörfer wegen der zu harten Fron, der Kirchturm in Seelingstädt erhält eine zweite Glocke, sie wiegt ca. 540 kg und hat einen Durchmesser von 89 cm. Ihre Inschrift lautet: "Aus dem Ofen floß ich, Peter Mulich aus Zwickau goß mich, 1556".

ein Mädchen wird im Wald von einem Bären angefallen


1560
Chursdorf mußte 20 und Seelingstädt 30 Männer für "Jagddienste" stellen

1567
das noch heute stehende Pfarrgebäude wird errichtet, und der damalige Pfarrer beginnt mit der systematischen Führung der Kirchenbücher

1570
erste Erwähnung eines "Schulmeisters" und einer Schule in Seelingstädt

1571
ein Schneider und ein Stellmacher werden genannt

1583
Festsetzung des "Heerfahrtsdienstes":

Chursdorf: 12 Männer mit 10 Spießen, 1 Büchse und 4 "Helmparten"

Seelingstädt: 30 Männer mit 21 Spießen, 5 Büchsen und 4 Hellebarden


1618
-1648
Dreißigjähriger Krieg

1632
beginnt für unsere Dörfer die Leidenszeit des Krieges

1633
sterben in Seelingstädt 54, in Chursdorf 51 Menschen

1642
fallen in der Schlacht bei Langenreinsdorf über 100 junge Burschen im Kampf mit "Kaiserlichen", darunter ihr Anführer, der Sohn des Seelingstädter Pfarrers
Christian Lucht aus Chursdorf hat in den Kirchenbüchern von Seelingstädt hiervon abweichende Informationen gefunden:
Demnach muss es sich in dem oben gen. Vorfall keineswegs um eine "Schlacht" o.ä., sondern um geplante Raubzüge gehandelt haben. In den Kirchenbüchern ist zusätzlich ein Bruder genannt, welcher ebenfalls starb. Beide sind zusammen mit "anderen Burschen" bereits beim ersten Versuch Beute zu machen von "Kaiserlichen" erschlagen worden. Von den "über 100 Burschen", wie oben erwähnt, ist im Kirchenbuch nicht die Rede.
Für ein solches Ereignis im Jahre 1642 wurden keine Hinweise in den Seelingstädter Kirchenbüchern gefunden. Das ganze Ereignis fand demnach bereits im Jahre 1632 statt!

1661
die Chursdorfer geben sich eine neue Dorfordnung

1680
Bau eines Schulgebäudes in Seelingstädt

1688
wird ein "Commun-Brauhaus" in Seelingstädt erwähnt, die Mühle in Seelingstädt wird genannt

1679
-1701
heftiger Streit mit Werdau und Crimmitzschau um uralte Braurechte und Bierlieferungen nach auswärts

1706
liegen am Dienstag vor Pfingsten 3/4 Ellen Schnee (0,432 mtr.), trotzdem folgt eine gute Obst- und Getreideernte

Heinrich Ernst von Uttenhof, einer der sehr wenigen hier ansässigen Adligen, fällt auf sächsischer Seite in der Schlacht bei Fraustadt gegen die Schweden


1708
-1873
die Trünziger Waldhäuser sind eingemeindet

1719
erfriert im Juni das Kartoffelkraut

1729
gewaltsame Soldatenwerbung für den Churfürsten von Sachsen auch in den Dörfern

1755
in Chursdorf gibt es 30 Häuser, in Seelingstädt 48

1760
in Seelingstädt werden 500 preußische Soldaten einquartiert, in der Pfarre Major von Hund, die voll zu verköstigen sind,

große Teuerung in der Region: 1 Pfund Brot (500 g) kostet 2 Thaler


1777
die zum großen Teil noch heute gültige Nummernfolge der Häuser wird eingeführt

1792
gibt es in Seelingstädt einen Böttcher und einen Zimmermann

1817
April
bittet der Lehrer Großmann um die Erneuerung des 1680 gebauten Schulhauses, das zu klein und baufällig ist

1824
ein neues Schulgebäude entsteht (Kosten: 2092 Thaler, 13 Groschen und 11 Pfennige), Chursdorf zahlt 695 Thaler und 10 Groschen

1830
beginnt die Generalreparatur der Johanniskirche in Seelingstädt. Kostenanschlag: 395 Thaler, 2 Groschen und 6 Pfennige. Die Reparatur betrifft Turm, Turmmauer, Altarraum und Friedhofsmauer. (Die Restaurierung war seit 1828 geplant)

1837
in 52 Häusern wohnen 330 Seelingstädter

1850
ein Schulbrunnen wird angelegt

1855
bis 1856
für Seelingstädt, Langenbernsdorf und Oberalbertsdorf werden "natürliche Blattern und deren Fortdauer" gemeldet, also die Pocken

1858
Volkszählung in Chursdorf: 274 Einwohner

1859
Gründung des Männerchores

1862
in Seelingstädt besteht eine Armenkasse

nach
1871
wird ein Militärverein gegründet, der später im Schützenverein aufgeht

1875
erstmalig Pockenschutzimpfung für 19 Kinder

1876
29.Aug.
Eröffnung der Eisenbahnstrecke Werdau-Wünschendorf-Weida

Bau des Bahnhofes Seelingstädt ist abgeschlossen

Aufhebung der Personenpost Werdau - Berga, die durch Chursdorf und Seelingstädt führte


1878
erstmals Maßnahmen gegen den "Coloradokäfer" (Kartoffelkäfer) auf Seelingstädter und Chursdorfer Flur

1885
Chursdorf hat in 55 Haushalten 283 Einwohner

Seelingstädt in 89 Haushalten 425 Einwohner


1890, März

1.Mai

20.Mai

meine Großmutter wird geboren (Erna Drechsler, verw. Etzold) - Anmerkung des Autors !

viel Schnee gefallen

Hochwasser in Seelingstädt, Gefahr für das Unterdorf, im Mai durchgehend viel Schnee


1891, 1.Juli
Haltepunkt Seelingstädt (Chursdorf) wird eröffnet

1894
Bau eines neuen Schulgebäudes wegen Baufälligkeit des alten

Kosten: 25 000 Mark, Chursdorf zahlt ein Drittel der Summe

Beschluß der Gemeindevertretung von Seelingstädt, die noch heute vorhandene "Handfeuerspritze" zu kaufen


1896, 9.Juni
Beschluß des Gemeinderates: "Zur Errichtung des Völkerschlachtdenkmales bei Leipzig wird eine Beisteuer von 5 Mark bewilligt".

1898
Weihe der neuerrichteten Johanniskirche in Seelingstädt

1901
die alte Holländermühle am Mühlenweg-Trünziger Straße wird abgerissen

das Kirchtürmchen in Chursdorf erhält eine Uhr


1902
die Chursdorfer gründen den Radfahrverein "Germania"

1904
ortsüblicher Tagelohn:
Männer: 2,00 M / Frauen: 1,50 M / männl. Jugendliche: 1,30 M / weibl. Jugendliche: 1,00 M / Kinder unter 14 Jahre: 0,60 M

1907
Bau des Postamtes in der Lindenstraße / 1. Posthalter ist Ernst August Koerner

1908
Weihe der neuen Orgel in der Chursdorfer Christuskirche

1909
50-Jahrfeier des Seelingstädter Männerchores

Franz Salzbrenner aus Seelingstädt wirbt in Werdau und Umgebung für einen Esperantokursus. (18 Teilnehmer in Werdau)


1911
Der Sommer bringt arge Trockenheit

1912
12.Mai
großes Radfahrerfest mit Bannerweihe in Chursdorf

1913
erste Kinoveranstaltung in Seelingstädt

1914
-1918
Erster Weltkrieg, etliche Seelingstädter und Chursdorfer müssen Ihr Leben lassen (u.a.mein Großvater-Anmerkung des Autors) . Ihre Namen sind an den Kriegerdenkmälern verewigt
1914
in der Seelingstädter Schule werden 118 Kinder aus Seelingstädt und Chursdorf in nur 2 Klassen unterrichtet

1916
2.Mai

15.Sept.

mein Vater, Gerhard Zeuner, wird geboren, er wird im Alter von 28 Jahren Opfer des 2. Weltkrieges werden (Anmerkung des Autors)

meine Mutter, Liese Lotte Etzold, wird geboren, sie wird 82 Jahre alt werden (Anmerkung des Autors)


nach 1918
Gründung eines "Turn- und Sportvereines"

1921
26.Mai
zu Himmelfahrt starkes Schneetreiben

1922
überarbeitete Statuten des Turn- und Sportvereines erscheinen

1925, 4.Mai
Hochwasser

1926
15.Juli
nachts großes Hochwasser

1928
5.April
(Gründonnerstag) Probefahrt auf der Autobuslinie Zwickau-Werdau--Ronneburg-Gera und zurück. Eröffnung im Mai

1929
der Januar ist der kälteste seit mehr als 30 Jahren, der Sommer bringt eine Trockenheit, die die von 1911 übertrifft

1938
Seelingstädt und Chursdorf werden zu einer Gemeinde zusammengefaßt. Das erste gemeinsame Gemeindeamt wird im ehemaligen Hirtenhaus gegenüber dem Gasthof "Goldene Sonne" eingerichtet, darin wurde bis 1966 amtiert.

das Schwimmbecken zwischen Seelingstädt und Chursdorf entsteht


1939
-1945
der 2. Weltkrieg bringt zwar keine Zerstörungen in unseren Orten, aber wieder Tote und Verwundete unter der Bevölkerung, viele Flüchtlinge trecken durch, manche bleiben und finden hier eine neue Heimat

1945
17.April

1.Juli

US-Amerikanische Soldaten besetzen Seelingstädt und Chursdorf

die Rote Armee zieht durch


1948
11.Juli
die große Glocke der Seelingstädter Kirche ist wieder im Turm verankert; sie mußte während der Kriegszeit abgeliefert werden, konnte jedoch der Einschmelzung entgehen

1952
25.Juli
Das Land Thüringen wird aufgelöst. Es entstehen die 3 DDR-Bezirke Erfurt, Gera und Suhl.

1953
1.März
die Chursdorfer Kirche hat wieder 2 Glocken

1954
11.Nov.
wurde in der früheren Arztpraxis von Dr. Baron im OT. Bahnhof eine Gemeindeschwesternstation eingerichtet, Schwester Elfriede Dietel aus Langenbernsdorf wurde erste Leiterin, ihr folgten Schwester Hanna Schlaba aus Werdau und ab 1961 Schwester Gisela Schindler aus Seelingstädt

1955
-1957
BHG-Gebäude (später "Raiffeisen"...usw.) in der Lindenstraße entsteht
1955, 18.August

August

September Bild1 Bild2

erstmals Mähdrescher auf Seelingstädter Flur

Fertigstellung der Kulturhausbaracke am Bad zwischen Chursdorf und Seelingstädt

am 24. und 25. finden Festveranstaltungen zu "725 Jahre Seelingstädt" statt


1956, 1.April

6.Juni

Juni

fällt der 1. Schnee in diesem "Winter"

ein Großfeuer bei Martin Wilde in Chursdorf vernichtet dessen Gehöft, Großvieh und Mobiliar können gerettet werden

Eröffnung des Landwarenhauses im ehemaligen Hotel "Reichsadler" im OT. Bahnhof (Konsumgenossenschaft)


1957, 21.Jan.

August

am nördlichen Himmel ist gegen 21 Uhr 35 ein Nordlicht deutlich sichtbar

Gründung der BSG (Betriebssportgemeinschaft) "Traktor", sie schließt sich später der BSG "Wismut" an


1958, Febr.
Ortskomitee Des DRK gegründet

April

erster Spatenstich für die "Reichsbahnhäuser" in der Lindenstraße

1.Juni Bild

Die Gemeinden Seelingstädt mit Chursdorf, Braunichswalde, Vogelgesang und Zwirtzschen werden vom Kreis Werdau (Bezirk Karl-Marx-Stadt/Sachsen) in den Bezirk und Kreis Gera (Thüringen) umgemeindet

der 21 mtr. hohe Wasserturm des Bahnhofes Seelingstädt ist fertiggestellt

die BSG "Traktor" schließt sich der BSG "Wismut an

Juli

Die beiden neuen Stellwerke des Bahnhofes Seelingstädt gehen in Betrieb

September

erste LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, Typ 1) in Seelingstädt gegründet. Mitglieder: Heinz Halbauer (Nr.14), Karl Lange (Nr.15), Johannes Bräunlich (Nr.16), Rudi Dinger (Nr.17)

Dezember

die Omnibuslinie Crimmitzschau-Seelingstädt und zurück wird eröffnet


1959, März

30./31.Mai

Baubeginn des zweiten Reichsbahnhauses in der Lindenstraße

Festveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Männerchores


1960

4. April

6. Oktober 1960 Bild1 Bild2

volle Durchsetzung des Wohnungsbauprogrammes im OT "Am Bahnhof"

Seelingstädt und Chursdorf sind "vollgenossenschaftliche" Dörfer (praktisch keine private Landwirtschaft mehr)

der Aufbereitungsbetrieb der Wismut in Seelingstädt beginnt offiziell mit der Produktion (Erzaufbereitung)


1961, April

Mai

13. August

Eröffnung eines Kindergartens für 40 Kinder im OT. "Am Bahnhof"

das Buswartehäuschen in Chursdorf ist fertig

die Bevölkerung verfolgt, vornehmlich im staatlich verpönten "Westfernsehen", den Beginn des Mauerbaues in Berlin


1962
9 Gartenfreunde gründen die Kleingartenanlage an der Verbindungsstraße Chursdorf - Seelingstädt/Bahnhof

1963, 6. Nov.

Dezember

ca. 1 km hinter dem Haltepunkt Seelingstädt (Bahnhf. Chursdorf) in Richtung Trünzig entgleist der E256 Erfurt - Zwickau. 16 Reisende erleiden leichte Verletzungen

die Straßenbeleuchtung in der Lindenstraße geht in Betrieb


1964
18. Mai
die Internationale Friedensfahrt (eine Radfernfahrt der Amateure durch Polen, die DDR und die CSSR) führt auch durch Seelingstädt und Chursdorf. Der Belgier Joseph Spruyt (Startnummer 1) hat ca. 3 Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld
Mai

August

durch den Neubau von 7 Wohnblöcken am Braunichswalder Weg mit 224 WE und deren Bezug erhöht sich die Einwohnerzahl Seelingstädts in allen OT. auf ca. 2000

die Seelingstädter LPG'en verfügen über einige Mähdrescher


1965, Febr.

Mai

29. August Bild

1. Seelingstädter Karneval

die Straße zwischen Chursdorf und Seelingstädt (OT. Bahnhof) wird mit einer neuen Schwarzdecke versehen

Übergabe der Neuen Schule am Braunichswalder Weg / Kosten: 1,65 Millionen Mark


1966, März

1. August

Wiedereröffnung eines Friseursalons am Braunichswalder Weg

Einrichtung der staatlichen Arztpraxis in der Ronneburger Straße. 1. Leiter: Herr Egbert Sahib, Facharzt f. Allgemeinmedizin


1967, 1. Mai

Mai

30. Juni

das neue Feuerwehrgerätehaus in Chursdorf ist fertig. Es wurde fast vollständig in freiwilliger Arbeit der Feuerwehrmitglieder erbaut

Modernisierung des Postamtes in der Lindenstraße ist abgeschlossen

die Straßenbeleuchtung in der Lindenstraße ist fertig


1969, 1. Jan.

*

7. Mai

*

August

Zusammenschluß von LPG "Wismut" Seelingstädt (285 ha) und LPG "Neuer Weg Trünzig (458 ha) bringt eine LNFl.. von 743 Hektar

wolkenbruchartige Regenfälle im Kreis Gera-Land. Auch in Seelingstädt-Ort und in der Lindenstraße gibt es Überschwemmungen, Dächer und Dachrinnen werden beschädigt, der Eisenbahnverkehr wird eingestellt

die FFW übernimmt ein neues Löschfahrzeug vom Typ "Robur LO 1808/A" im Wert von 63000 Mark


1970
8. Mai
das neuerbaute "Ländliche Einkaufszentrum" an der Ecke Lindenstraße-Braunichswalder Weg wird übergeben. Es ist eine Filiale der Konsumgenossenschaft.

1971, 16. Juli

August

14. August

16. Oktober

8. November

erster Leiter, Herr Kensy, übernimmt die staatliche Zahnaztpraxis in der Lindenstraße

der Schlauchtrockenturm der FFW in Chursdorf ist fertiggestellt

Gewitter mit starken Stumböen bringen schwere Schäden im der gesamten Gemeinde, besonders im OT "Bahnhof"

die Lindenstraße erhält eine ca. 400 mtr. lange Schwarzteerdecke

in der S-Kurve im OT. Dorf - gegen 15 Uhr Frontalzusammenstoß zweier Wismut-Omnibusse, 18 Insassen verletzt, Hilde Neumerkel (Haus-Nr. 22) ist erste beherzte Helferin

1971, 23. Nov.

28. Nov

15. Dezember

Dezember

die Gemeindebücherei besitzt jetzt ca. 3000 Bände

zweite Seelingstädter Rassekaninchenschau

die Erdarbeiten für das künftige "Agro-chemische Zentrum" (heute -2001- Landservice GmbH) beginnen

der Dorfclub startet die Einzäunung des Festplatzes am Braunichswalder Weg


1972, 9. Juli

Oktober

im Haus Nr. 10 im OT Seelingstädt-Dorf wird eine provisorische Konsumverkaufsstelle eingerichtet

die Traglufthalle des ACZ (Agro-chemisches Zentrum) an der Werdauer Straße wird montiert


1973, 1.Jan.

1. Juni

28. Juni

1. Juli

18. August

24. August

das ACZ an der LIO 81 (Landstr.-1. Ordnung) nimmt seine Arbeit auf

Kreismeister und damit Aufsteiger in die Bezirksklasse der Fußballer ist die 1.Mannschaft der BSG"Wismut" Seelingstädt

bis 1.07. finden die 4. Betriebs- und Dorffestspiele statt

der Ort Zwirtzschen wird nach Seelingstädt eingemeindet

die AG. "Junge Sanitäter" wird DDR-Meister

die DDR-Radrundfahrt führt auf der F175 (heute B175) auch durch Seelingstädt und Chursdorf


1974, Januar

19. Mai

4. Juli

11.-14.Juli

November

Gründung des Jugendclubs

Eröffnung "Club der Werktätigen" Ecke Lindenstr. - Ronneburger Str. im OT. Bahnhof

5. Betriebsfestspiele zum "Tag des Bergmannes"

umfangreiche Kulturprogramme zum 10-jährigen Bestehen des Dorfclubs

Seelingstädt hat Anschluß an die Ringwasserleitung /die Kegelbahn im "Club der Werktätigen" geht in Betrieb


1975, Juni

4.-6.Juli

Oktober

November

Unwetter beschädigen die Straße im Dorf stark

6. Betriebsfestspiele

die neue Sportanlage im OT. Bahnhof wird eingeweiht

der Bahnübergang am Bahnhof Seelingstädt wird gründlich erneuert und wieder dem Verkehr übergeben


1976, 1. Jan.

Januar-Februar

die LPG'en "Morgensonne" Vogelgesang, "Einigkeit" Friedmannsdorf und "Goldene Sonne" Seelingstädt schließen sich zusammen

10. Seelingstädter Karnevall

1976, 29. Aug.
100-jähriges Bestehen der Eisenbahnlinie Werdau - Wünschendorf - Weida und des Bahnhofes Seelingstädt. Eine Ausstellung im Verwaltungsgebäude, ein Traditionszug (gezogen von einer Oldtimer-Lok) und andere Veranstaltungen begeistern viele Besucher und Photofans
1976, Dezember
der Männerchor erhält den Ehrentitel "Hervorragendes Volkskunstkollektiv" / der neue Kindergarten OT. Bahnhof) ist rohbaufertig

1977, 7. Mai

1.-3. Juli

August

November

April

Mai

30.Juni-2.Juli

1. Juli

1. September

die AG "Junge Sanitäter" wird wiederholt Kreissieger

die 8. Betriebs- und Dorffestspiele

eine Handelsdelegation aus Moskau weilt zum Erfahrungsaustausch im "Ländlichen Einkaufszentrum"

das Betonwerk Seelingstädt (Fa. Schumann) liefert Teile zum Aufbau der Charitee in Berlin

in der BHG (später Raiffeisen) ist die Produktionsstätte für Hohlblocksteine fertiggestellt

die Zweibahnkegelanlage im Sportlerheim wird übergeben

die 9. Betriebs- und Dorffestspiele

eine Veteranenrallye mit Oldtimern führt durch Seelingstädt, Chursdorf und Zwirtzschen

neuer Kindergarten im Bahnhofsviertel wird eröffnet


1979, Januar

20. Januar

Mai

Juli

die Fußballmannschaft der BSG "Wimut" ist Spitzenreiter der Bezirksklasse, Staffel A

der erste deutsche Kosmonaut, Siegmund Jähn, weilt im AB 102 (Uranerz-Aufbereitung) und im Ort

der Männerchor hat großen Anteil am Gelingen der Oper "Fürst Igor" an den Bühnen der Stadt Gera

der Männerchor begeht sein 120-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert / die Seelingstädter Fußballer spielen künftig in der Bezirksliga


1980
Umwandlung der alten Seelingstädter Schule in eine "Touristenstation" für die Schülerinen und Schüler im Kreis Gera-Land
1980, Juni
Festwoche zu "750 Jahre Seelingstädt". Ein hervorragend gestalteter Festumzug begeistert ca. 10 000 Besucher aus nah und fern

1981
13. Februar

3.-6. Juli

Gemeindeverband Seelingstädt gegründet, ihm gehören Seelingstädt, Braunichswalde, Friedmannsdorf und Gauern an

12. Betriebs- und Dorffestspiele

9.-10. August

6. Dezember

nach heftigen Gewittergüssen an beiden Tagen - Hochwasser in Seelingstädt-Ort. Am 10.8. wird das Brot gegen 12 Uhr von einem Armeelaster in die Verkaufsstellen gebracht

um 9 Uhr Festgottesdienst anläßlich der Wiederindienstnahme der renovierten Christuskirche in Chursdof mit Orgelweihe


1982, Aug.
erstmals weilen Schülerinen und Schüler aus dem Kreis Klatovy (CSSR) in der Touristenstation

1983
30. Januar
abends heftiges Gewitter mit starkem Schneefall und einsetzendem Nebel, wobei tagsüber bei mäßigem Wind, aufreißendenden Wolken und zeitweisem Sonnenschein - wie bereits seit Wochen - kein Schnee lag
Febr.-März
im Dorfbereich werden ca. 100 Bäume gepflanzt
28. März
Einwohnerzahl Seelingstädts insgesamt: 1962
davon - Chursdorf 257 / Seelingstädt-Ort: 298 / Seelingstädt-OT.Bahnhof: 1317 / Zwirtzschen: 90
17. Mai

16. Juli

1.-4. Juli

Radio DDR I überträgt von 14 - 15 Uhr im Rahmen der Blasmusiktage der DDR eine anläßlich des "Tages des Bergmannes" aufgenommene Sendung aus Seelingstädt

die 14. Betriebs- und Dorffestspiele werden von ca. 11000 Gästen besucht

die Internationale Friedensfahrt führt wieder einmal durch Seelingstädt und Chursdorf in Richtung Werdau

1984
Januar
die Gemeindebibliothek verfügt über 3478 Bücher / am Ende des Braunichswalder Weges entsteht eine Buswendeschleife
27. April
Übergabe eines neuen Feuerwehrhauses in Chursdorf

im Haus Nr. 16 (Joh. Bräunlich) in Seelingstädt-Ort wird eine neu ausgebaute Konsumverkaufsstelle eröffnet

4.-5. August

November

starkes Gewitter füllt den frisch geschlämmten Mühlteich im Dorf

125-Jahrfeier des Seelingstädter Männerchores


1985
13.Februar

Juli

August

unsere älteste Einwohnerin, Frau Ottilie Aleith in Chursdorf, wird bei guter Gesundheit 100 Jahre alt

die 15. Betriebsfestspiele gelten auch dem Motto "25 Jahre Aufbereitungsbetrieb Seelingstädt"

ein schweres Gewitter über Chursdorf läßt in kürzester Zeit die Bäche so stark anschwellen, daß Bad und Mühlteich überschwemmt werden

September
neue Bushaltestelle in der Nähe der Kreuzung am Gasthof "Goldene Sonne" entsteht

1986
Februar

28. Februar

März

14. Dezember

seit Jahrzehnten der kälteste Februar - das Monatsmittel vom 1. bis 24. beträgt minus 8 Grad Celsius

Jugendclub- und Hortgebäude ihrer Bestimmung übergeben

neue Gemeindeordnung beschlossen, sie gilt ab 1.1.1987

Radio DDR sendet aus Seelingstädt "Musik, Musik und Dankeschön"


1987
13.Februar

1. März

März

Ottilie Aleith, in Chursdorf wohnend, feiert ihren 102. Geburtstag. Sie ist inzwischen älteste Bürgerin im Kreis Gera-Land

Seelingstädt mit allen Ortsteilen erhält eine neue Postleitzahl - 6517-

zum Gemeindeverband gehören künftig auch die Orte Linda und Rückersdorf

13. Mai
die 5. Etappe der 40. Internationalen Friedensfahrt führt wieder durch Seelingstädt-OT. Bahnhof und Chursdorf. Der Mann im "Gelben Trikot", Olaf Ludwig aus Gera, durcheilt im Hauptfeld unseren Ort

1989
März

April

Juni


der Dorfclub begeht sein 25-jähriges Bestehen mit vielen Veranstaltungen

Übergabe der rekonstruierten Touristenstation an die Leiterin Regiena Hilbert

auf dem Schornstein der Gärtnerei in der Lindenstraße brütet ein Storchenpaar

9. September
der Männerchor Seelingstädt feiert gemeinsam mit dem Hornbläserquartett der Staaskapelle Dresden, den Chören Trünzig, Lauterbach, Neukirchen und Langenbernsdorf (alle aus dem Nachbarkreis Werdau) im Gasthaus "Weißes Roß" in Langenbernsdorf sein 130-jähriges Bestehen
Oktober
Beginn des totalen Zusammenbruchs des Staates DDR, der eine völlige Veränderung des gesellschaftlichen, öffentlichen, rechtlichen und ökonomischen Lebens mit sich bringt
November
Erstmaliges Zusammenwirken von politischer und kirchlicher Gemeinde beim Neubau einer Parentationshalle auf dem Friedhof in Seelingstädt

mit großer Emotionalität geführte Gemeindevertretersitzung über die Zukunft Seelingstädts bei großer Beteiligung der Politprominenz aus Gera








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Publiziert am: 21.12.2002 (8283 mal gelesen)

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