| Die Pfarrer der Kirchgemeinde: |
| -??- bis 1533 |
Rorich, Andreas wurde laut einem kleinen Randvermerk einer Chronik zu Mannichswalde im Jahr 1533 dieser Chursdorfer Pfarrer dorthin berufen. (Info-Christian Lucht / Canada) |
| 1533 bis 1537 |
Schieferdecker, Georg (war vorher Kaplan zu Chursdorff; 1533 erster evangelischer Pfarrer in Seelingstädt mit Filial Chursdorf, davor war der Pfarrer von Culmitzsch zuständig) |
| 1537 bis 1559 |
Mylich, Franziscus (1560 in Seelingstädt gest.) |
| 1559 bis 1561 |
Ering, Wolfgang (aus Schneeberg, der Pfarrer in Schönfels wurde, während der dortige Pfarrer hier her kam./1598 gestorben) |
| 1562 bis 1568 |
Bürger, Johann aus Karlstadt, (war vorher Pfarrer in Schönfels, tauschte nachher mit dem Pfarrer von Blankenhain, 1584 gest.) |
| 1567 bis 1569 |
Hulde, Johann (war ab 1560 Pfarrer in Blankenhain. Unter ihm brannte 1567 das Pfarrhaus ab, welches durch Unachtsamkeit der Pfarrerstöchter hervorgerufen wurde. Aus Gram darüber ging er in die Mark Brandenburg) |
| 1570 bis 1575 |
Wehrmann, Leonhard (er begann mit erstem Eintrag zu 1567 und 1570 das Traubuch und fungierte gleich beim ersten Taufeintrag als Taufpate; 1575 hier gestorben; Die Kirchenbücher in Seelingstädt sind die ältesten in der gesamten Parochie Werdau) |
| 1576 bis 1586 |
Wehrmann, Laurentius / Magister (dessen Sohn, 1551 geb., 1587 Hofspitalprediger in Zwickau, 1590 Diak. zu St. Katharien, 1604 Diakon zu St. Marien, 1612 in Zwickau gest.) |
| 1587 bis 1596 |
Schneider, Thomas (von dem es heißt er sei ein sehr gelehrter, freigiebiger und weltweiser Mann. Er tauschte 1597 mit dem Pfarrer in Trünzig und ist 1607 dort an der Pest gestorben mit Weib u. Kind und erbärmlich begraben) |
| 1597 bis 1606 |
Jonas, Johann (war ab 1574 Pfarrer in Trünzig. Er starb 1606 hier in Seelingstädt) |
| 1607 bis 1631 |
Pöhler, Wolfgang (aus Zwickau, Mag., Er war ein guter Dichter und vorher Pfarrer im Anhaltschen Meinsdorf. 1632 gestorben; Seine Söhne, Wolfgang und Johannes, welche ein Gut in Chursdorf gehabt, sind 1632 bei Langenreinsdorf von kaiserlichen Soldaten erschlagen und dort auf dem Felde begraben worden. Sein Vater auch Pfarrer; 1634 Pf. in Marienthal; 1645 gest.) |
| 1632 bis 1633 |
Wiedemann, Johann (aus Marienthal, wo sein Vater auch Pfarrer war. Er folgte ihm 1634, nachdem er hier viel Angst und Not erfahren durch Krieg und Pest, an der mehrere aus seinem Hause starben. Niemand wollte in der Pestgefahr Gräber ausheben, so musste er den Sarg für sein Söhnlein selbst zimmern und beim Begräbnis Pfarrer und Totengräber zugleich sein. Er ist 1645 gestorben.) |
| 1634 bis 1641 |
Heber, Georg (geb.1601 in Wildbach bei Schneeberg; Er schreibt im Krieg kam auch das Lehenbuch von Chursdorf weg, ab 1642 Pfarrer in Mühlsen St. Niklas; 1682 gestorben) |
| 1642 bis 1654 |
Creuziger, David (aus Plauen; war 1640 Pfarrer in Rottmannsdorf; Er musste sich 1644 in Culmitzsch versteckt halten und starb 1655 im Alter von 77 Jahren.) |
| 1655 bis 1679 |
Magister Martinus, Georgius Sigismund; (war 1628 in Klinkhard in Böhmen als Pfarrerssohn gebohren.Er schreibt „Finde beide Kirchen, Pfarre und Schule bis in den Tod verwüstet, ja so kümmerlich, daß man davor erschrecken müsste. Und war weder Altar noch Taufstein in der Kirche zu finden.“ Er war anschließend Pfarrer in Langenbernsdorf weil der dortige Pfarrer hier her translociert wurde.) |
| 1679 bis 1683 |
Löscher, Christian; (aus Planitz, wo er nachher Pfarrer wurde. War zuerst Pfarrer in Rottmannsdorf, dann Pfarrer in Langenbernsdorf wo er schreibt, dass er selbst bis an sein Ende dort verblieben währe, wenn nicht Gott über ihn ein großes Unglück auf ihn gesendet hätte indem er eines Tages nach Krähen auf dem Hofe geschossen, die dem Federvieh schadeten, als unversehens das Kindermädchen hinter der Mauer hervor kam und von einem Schusse so unglücklich getroffen wurde, daß es sterben mußte. Er sei 1679 unter großen Seufzern und Wehklagen mit Frau und Kindern in das hiesige elende und verwüstete Pfarrhaus eingezogen) |
| 1683 bis 1709 |
Magister Cramer, Johann Christoph; (hier 1709 gestorben und gegen Abend in der Kirche beigesetzt) |
| 1709 bis 1716 |
Magister Müller, Melchior; (vorher Archidiakonus in Dommitzsch bei Torgau; 1716 hier gestorben) |
| 1716 bis 1756 |
Magister Koppehele, Martin; (aus Jüteborgk; vorher Feldprediger; hier gestorben; 81 Jahre alt) |
| 1757 bis 1793 |
Magister Werner, Johann Friedrich; (aus Saalfeld; hier gestorben) |
| 1793 bis 1816 |
Magister Helmert, Christian Gotthelf; (aus Forchheim; hier gestorben) |
| 1816 bis 1834 |
Junge, Johann Christian Friedrich; (geboren 1784 zu Dahlen bei Oschatz; wurde seines Amtes entsetzt) |
| 1835 bis 1837 |
Pinkert, Karl Friedrich Gottlob; (aus Corbetha bei Merseburg; hier gestorben) |
| 1837 bis 1855 |
Schmidt, Ernst Leberecht; (geboren in Glösa bei Chemnitz; der persönlich nebenbei ein Kohlenfuhrwerk zwischen Zwickau und Gera betrieb; dann Pfarrer in Langenhennersdorf) |
| 1855 bis 1865 |
Köhler, Johann Gottlieb; (Er wurde nachher Pfarrer in Langenreinsdorf / Bild unten) |
| 1865 bis 1869 |
Schmidt, Gustaf Adolf; (aus Chemnitz; dann Pfarrer in Neichen / Bild unten) |
| 1869 bis 1875 |
Kießhauer, Paul Ernst; (aus Werdau; dann Superintendent in Marienberg / Bild unten) |
| 1875 bis 1882 |
Schwarzenberg, August Friedrich Theodor; (aus Hohenstein; dann Pfarrer in Trünzig) |
| 1882 bis 1889 |
Lehmann, Paul Oswald; (aus Liebstadt; hier gestorben) |
| 1889 bis 1897 |
Bühring, Max Allwill; (aus Falkenstein; dann Pfarrer in Eichigt) |
| 1897 bis 1911 |
Schulze, Oskar Alban; (aus Herrndorf; vorher Pfarrer in Cranzahl) |
| Es folgten im 20./21. Jahrhundert: |
| 1911 bis 1925 |
Ernst Schmeißer |
| 1926 bis 1934 |
Hans Kunze |
| 1935 bis 1940 |
Friedrich Breitling |
| 1940 bis 1946 |
Pfarrstelle unbesetzt |
| 1946 bis 1950 |
Siegfried Schönbrodt |
| 1951 bis 1980 |
Kurt Steinhäußer |
| 1964 bis 1974 |
Klaus Schlegel |
| 1980 bis 1996 |
Norbert Biffart (1 Jahr unbes.) |
| ab Aug. 1997 |
Dagmar Nikolov |
| August 2001 bis August 2002 |
vakante Pfarrstelle mit Vertretung durch Pfarrer Klaus Röbert
(Stellvertreter des Superintendenten für die Alt-Ephorie Werdau) |
| ab August 2002 |
Pfarrer Jochen Schubert |
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